Wie wir sprechen, prägt, wie wir wahrgenommen werden. Dieser Leitfaden macht unsere Sprache klar, einladend und inklusiv — nach innen und aussen nach denselben Regeln.
Ludwig Wittgenstein
Tone of Voice
Klar, präzise und auf den Punkt — zugleich lebendig und originell. Respekt und Wertschätzung stehen an erster Stelle. Wir dürfen frech, kantig oder provokativ sein, wenn es Neugier weckt und Begeisterung fürs Experimentieren teilt.
Verständlichkeit
- Klare, einfache Formulierungen
- Fachjargon vermeiden oder erklären
- Sprache an die angesprochene Person anpassen — Fachbegriffe nur, wenn sie wirklich nötig sind, und vorher einführen
- Kurze, prägnante Sätze
- Wissenschaftlich korrekte Aussagen
- Überschriften, Bulletpoints und visuelle Hierarchien strukturieren Inhalte
Positiver, empathischer Ton
- Wertschätzende, einladende Sprache
- Perspektive und Vorwissen der Angesprochenen berücksichtigen
- Negative Formulierungen vermeiden
- Keine Verbotsschilder und keine Verbotssätze — ausser wo behördlich vorgeschrieben. Sonst freundlich, manchmal humorvoll
- Statt Einschränkungen positive Möglichkeiten hervorheben
Handlungsorientierung
- Direkte Ansprache mit «du»
- Aktive Einladungen wie «Entdecke» oder «Probiere aus»
- Zum Handeln auffordern
- Die Auflösung nicht vorwegnehmen — erst hinschauen lassen, dann erklären
Voice-Spektrum
Die Sprache bewegt sich zwischen zwei Polen — nie beide gleichzeitig, sondern je nach Anwendung bewusst gewählt.
Kurz, mutig, staunend. Weckt Neugier und Emotion — für Kampagnen und Social Media.
Klar, präzise, erklärend. Schafft Orientierung — für Wissen, Didaktik und Berichte.
Register
- Warme, direkte Ansprache in der Du-Form.
- Schweizer Hochdeutsch — «ss» statt «ß», Guillemets «…».
- Keine Versalien als Gestaltungsmittel, keine Emoji.
Beispiele: gut & schlecht
Dieselben Regeln in echten Sätzen. Links, was wir vermeiden — rechts, wie wir es besser sagen.
Das Museum vermittelt Wissen über physikalische Phänomene.
Im Technorama erlebst du, wie Physik sich anfühlt — zum Anfassen.
Science Center statt Museum, Erfahrung statt Wissensvermittlung, du-Ansprache und Handlung.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir freuen uns über Ihren Besuch.
Grüezi mitenand — schön, bist du da.
Neutrale, warme Anrede statt formelhafter Floskel; Nähe durch die Du-Form.
Besucher dürfen die Experimentierstationen nicht ohne Aufsicht berühren.
Anfassen erwünscht — probiere jedes Exponat selbst aus.
Positive Möglichkeit statt Verbot, «Exponat» statt «Experimentierstation», «Gäste» statt «Besucher».
Der Zugang ist auch für Behinderte behindertengerecht gestaltet.
Alle Ausstellungen sind barrierefrei zugänglich.
«barrierefrei» statt «behindertengerecht»; keine stigmatisierende Zuschreibung.
Du oder Sie?
Wir duzen unsere Gäste — das schafft Nähe und macht Wissenschaft zugänglicher. Im persönlichen Einzelkontakt sind Ausnahmen möglich.
- Website
- Anmeldeformulare
- Newsletter
- Social Media, Online-Kanäle
- Begrüssung mit Gleichaltrigen oder Jüngeren
- Shows, Präsentationen, Workshops
- Werbe- und Kommunikationsmittel
- Rekrutierungsprozess
- Sponsorenansprache
- Korrespondenz mit persönlich nicht bekannten Personen
- Telefon-Erstkontakt
- Gespräch mit Einzelpersonen an Technorama-Events
«du» in allgemeinen Texten klein, «Sie» in Anreden immer gross. In Briefen und E-Mails nach der Grussformel kein Komma und die nächste Zeile gross — Schweizer Gepflogenheit.
Technorama-Wording
Bestimmte Begriffe und Schreibweisen sind einzigartig im Technorama. Sie sorgen für Orientierung und stärken das Vertrauen.
| Statt | Besser | Bemerkung | EN | FR | IT |
|---|---|---|---|---|---|
| Tel.: 052 2440844 | Tel.: +41 52 244 08 44 | Immer +41 voranstellen, Gruppierung beachten. | |||
| Adventure Rooms | AdventureRooms | Immer im Plural, zusammengeschrieben. | AdventureRooms | AdventureRooms | AdventureRooms |
| «Be-Greifen» | «begreifen» | Übertragene Bedeutung nur mit Anführungszeichen kenntlich machen. | «to grasp» the world | «saisir» le monde | «afferrare» il mondo |
| Behindertengerecht | Barrierefrei | Analog zu Bund, Kantonen und Verbänden wie ProCap. | barrier-free / accessible | accessible / sans obstacles | accessibile / senza barriere |
| Besucher, Besuchszahlen | Gäste, Besuchende, Gästezahlen | Kurzform «Besucher/-innen» nur in Formularen, Grafiken, Tabellen. Besser «Gäste». | guests, visitors | visiteurs, hôtes | ospiti, visitatori |
| Draussen | «Technorama Draussen» | Immer ein PARK, nie eine Ausstellung. Immer gross mit Anführungszeichen. | «Technorama Outdoors» | «Technorama Dehors» | «Technorama Fuori» |
| Experimentierstationen | Exponate | Exponate in erster Priorität, Experimentierstationen in zweiter. | exhibits | objets exposés, installations | exhibit, installazioni |
| Lehrercafé | Didaktik-Atelier | Didactics Studio | Atelier didactique | Atelier didattico | |
| Mitarbeiter | Mitarbeitende, Crew, Team | staff, crew, team | équipe, collaborateurs·trices | team, personale | |
| Museum | Science Center | Kein Ersatz für Science Center. «Museum» nur bei Vergleichen, mit klarer Abgrenzung. | Science Center | Science Center | Science Center |
| Open Lab | OpenLab | Immer zusammen, beide Wortteile mit Grossbuchstaben. | OpenLab | OpenLab | OpenLab |
| Schüler | Schülerinnen und Schüler | Auch «Klassen» oder «Kinder und Jugendliche im Klassenverband». | pupils, school classes | élèves | allievi e allieve |
| Sektor | Ausstellung | Das Technorama besteht aus mehreren Ausstellungen. | exhibition | exposition | esposizione |
| Studenten | Studierende | students | étudiant·e·s | studenti | |
| Science-Center | Science Center | Keine Deklination, kein Bindestrich. | Science Center | Science Center | Science Center |
| Wissen vermitteln | Erfahrungen ermöglichen | Wir vermitteln kein Wissen, sondern ermöglichen Erfahrungen mit Naturphänomenen. | enable experiences | permettre des expériences | rendere possibili esperienze |
| Wissenschaft vermitteln | ein wissenschaftliches Weltbild fördern | Wir fördern ein wissenschaftliches Weltbild, betreiben und vermitteln aber keine Wissenschaft. | foster a scientific worldview | promouvoir une vision scientifique du monde | promuovere una visione scientifica del mondo |
«Technorama» wird ohne Genitiv-S verwendet — «die Exponate des Technorama», nie «des Technoramas».
Schreibweise & Orthografie
Wir schreiben in Schweizer Hochdeutsch. Diese Konventionen halten Texte einheitlich — auf der Website, in Briefen und in der Beschriftung vor Ort.
| Regel | Beispiel |
|---|---|
| Schweizer Hochdeutsch: immer «ss» statt «ß». | Strasse, gemäss, Grüsse |
| Anführungszeichen als Guillemets «…», nicht "…" oder „…“. | «Anfassen erwünscht!» |
| Typografischer Apostroph ’ statt des geraden Ersatzzeichens. | z’Mittag, s’Technorama |
| Gedankenstrich als Halbgeviertstrich – mit Leerzeichen, nicht Bindestrich. | Mai – September |
| Keine durchgängigen Versalien als Gestaltungsmittel — Ausnahme: die Kapitalkampagne «TECHNORAMA 2050». | Entdecke, nicht ENTDECKE · TECHNORAMA 2050 |
| Keine Emoji in formeller Kommunikation. In Social Media und KI-Kurztexten nur Sach-Emoji, nie Gesichter. | Brief: Schön, bist du da. · Social: Unsichtbare Kräfte, sichtbar gemacht 🧲 |
| «du» im Fliesstext klein, «Sie» in Anreden immer gross. | Wenn du magst … · Gerne beraten wir Sie. |
Zahlen, Datum & Format
Einheitliche Schreibweisen für Zahlen, Daten und Angaben — nach Schweizer Standard.
| Angabe | Regel | Beispiel |
|---|---|---|
| Datum (Fliesstext) | Monat ausschreiben, Tag ohne führende Null. | 12. Juli 2025 |
| Datum (tabellarisch) | Numerisch mit Punkten, vierstelliges Jahr. | 12.07.2025 |
| Uhrzeit | Stunden und Minuten mit Punkt getrennt, «Uhr» dazu. | 14.30 Uhr |
| Zeitspanne | Halbgeviertstrich ohne Leerzeichen. | 9–17 Uhr · Mai–September |
| Geldbetrag | Währung voran, glatte Beträge mit «.–». | CHF 12.– · CHF 12.50 |
| Telefon | Immer international mit +41, in Zweiergruppen. | +41 52 244 08 44 |
| Prozent | Zahl und Zeichen mit geschütztem Leerzeichen. | 20 % |
| Masseinheit | Zahl und Einheit mit geschütztem Leerzeichen. | 5 m · 20 °C |
| Zahlen im Text | Eins bis zwölf ausschreiben, ab 13 als Ziffern. | drei Ausstellungen · 500 Exponate |
Inklusive Sprache
Geschlechtergerechte Sprache ist zentral: Sie schliesst niemanden aus. Das generische Maskulinum verwenden wir nicht — bevorzugt über geschlechtsneutrale Begriffe, so oft wie möglich ohne Paarformen.
Keine Gender-Sonderzeichen
Kein Sternchen, kein Doppelpunkt. Angesichts fehlender Einheitlichkeit und starker Polarisierung verzichten wir aktuell darauf und formulieren stattdessen neutral oder im Plural.
Menschen mit Behinderungen
Person zuerst: «Menschen mit Behinderungen», nicht «behinderte Menschen». Aktiv und selbstbestimmt formulieren — «Personen, die einen Rollstuhl benutzen». Bauliches ist «barrierefrei», nicht «behindertengerecht».
Antirassistische Sprache
Verallgemeinerungen und historisch belastete Begriffe vermeiden. Herkunft oder Hautfarbe nur nennen, wenn relevant. «Schwarze Menschen» (S gross) statt «farbig» oder «dunkel».
LGBTIQ+ Menschen
Die Selbstbezeichnung respektieren, Misgendering vermeiden. Geschlechtsneutrale Anreden nutzen, nicht-binäre Menschen einbeziehen. «queer» nur bei Selbstidentifikation.
Anrede
Ist das Geschlecht nicht bekannt, sprechen wir neutral an — ohne «Herr», «Frau» oder «Damen und Herren». Statt «Sehr geehrte/r» besser «Geschätzte/r».
| Statt | Besser |
|---|---|
| Sehr geehrte Damen und Herren | Guten Tag · Grüezi mitenand · Liebe Gäste |
| Sehr geehrter Herr / Frau [Name] | Guten Tag [Name] · Herzlich willkommen [Name] |
| Guten Tag geschätzte Crew von XYZ | Geschätztes XYZ-Team |
| Sehr geehrte/r … | Geschätzte/r … |
Werbung: Google Ads, Meta Ads, Plakat & Social
In der Werbung gelten dieselben Voice-Regeln — nur unter Zeichenlimits, fremden Plattformrichtlinien und, beim Plakat, unter zwei Sekunden Lesezeit. Alles zieht in dieselbe Richtung: konkret statt aufgeladen, belegbar statt behauptet, eine Aussage statt drei.
Zeichenlimits
| Kanal | Feld | Limit | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|
| Google Ads | Anzeigentitel | 30 Zeichen, 3 bis 15 Stück | Google kombiniert sie frei. Jeder Titel muss allein stehen können — keine Fortsetzungen. |
| Google Ads | Beschreibung | 90 Zeichen, 2 bis 4 Stück | Die erste Beschreibung erscheint am häufigsten. Die Einladung gehört dorthin. |
| Google Ads | Angezeigter Pfad | 2 Felder à 15 Zeichen | Sagt, wo man landet: /Ausstellungen, /Tickets. |
| Meta Ads | Primärtext | 50 bis 150 Zeichen empfohlen | Nach rund 125 Zeichen bricht «Mehr anzeigen» um. Die Aussage steht davor. |
| Meta Ads | Überschrift | 27 Zeichen empfohlen | Auf dem Handy wird härter abgeschnitten als in der Vorschau. |
| Instagram · Facebook | Caption, erste Zeile | rund 125 Zeichen sichtbar | Danach klappt der Text zu. Kein Anlauf nehmen — mit der Beobachtung beginnen. |
| Beitrag, erste Zeilen | rund 200 Zeichen sichtbar | Fachlicher Ton, aber dieselbe Du-Form und dieselbe Konkretheit. | |
| Plakat | Hauptaussage | 5 bis 7 Wörter | Ein Plakat wird zwei bis drei Sekunden gelesen, aus dem Tram noch kürzer. |
| Plakat | Absender | Wortmarke + technorama.ch | Die Adresse ohne https:// und ohne www. Keine Telefonnummer, keine Öffnungszeiten. |
| Digital Out of Home | Motiv (eBoard, ePanel) | rund 10 Sekunden Standzeit | Trotzdem eine einzige Aussage — nicht in Etappen erzählen, niemand wartet auf Teil zwei. |
Stand: 18.08.2026. Google und Meta ändern diese Werte ohne Ankündigung — vor grossen Kampagnen in der Google-Ads-Hilfe und den Meta-Werbestandards nachsehen. Die Plakatangaben sind Lesezeit-Regeln, keine Druckmasse.
Regeln je Kanal
Google Ads
- Keywords folgen der Suchsprache, der Anzeigentext dem Technorama-Wording: Wer «Museum Winterthur» sucht, soll uns finden — in der Anzeige steht trotzdem «Science Center».
- Keine Versalien. Google beanstandet Grossschreibung, die nicht ihrem Zweck dient — und die Marke verbietet sie ohnehin.
- Emoji werden in Suchanzeigen nicht ausgeliefert. Keine Zeichen dafür verschwenden.
- Satzzeichen sparsam: Google beanstandet Ausrufezeichen und Symbole, die nur Aufmerksamkeit erzeugen sollen.
- Keine unbelegbaren Superlative wie «das beste Museum der Schweiz». Belegbare Zahlen wirken stärker: «über 500 Exponate zum Anfassen».
- Kein Wort und keine Wendung zweimal über alle Titel hinweg — Google wertet Wiederholung als Verstoss.
Meta Ads
- Die Aussage in die ersten 125 Zeichen. Was hinter «Mehr anzeigen» steht, liest fast niemand.
- Nie persönliche Merkmale des Publikums behaupten oder andeuten — «Du als Rollstuhlfahrer …», «Leidest du an …». Meta verbietet das, und unsere Person-zuerst-Sprache erst recht.
- Über das Angebot sprechen, nicht über die angesprochene Person: «Alle Ausstellungen sind barrierefrei» statt einer Ansprache an Betroffene.
- Sach-Emoji sind hier erlaubt, Gesichter nicht. Ein bis zwei pro Anzeige genügen.
- Kein Text im Bild als Ersatz für den Primärtext — das Bild trägt die Marke, der Text die Aussage.
Plakat & Out of Home
- Eine Aussage. Kein zweiter Gedanke, keine Aufzählung, kein Fliesstext — was erklärt werden muss, gehört nicht aufs Plakat.
- Zuspitzen statt zusammenfassen: «Fass den Blitz an.» schlägt jede korrekte Beschreibung.
- Der Standort spricht mit. Ein Plakat am Bahnhof Winterthur braucht keine Anfahrtsbeschreibung.
- Keine Preise, Öffnungszeiten oder Telefonnummern — dafür ist die Website da.
- Keine Versalien. Auf Grossformat wirken sie nicht lauter, sondern schwerer lesbar.
- Vor dem Druck den Sujetcheck von APG|SGA durchlaufen lassen; Formate und Anschnittmasse kommen von dort, nicht aus diesem Leitfaden.
Social Media (organisch)
- Kernaussage in die erste Zeile, Kontext danach. Kein Anlauf, keine Begrüssungsfloskel.
- Mehrwort-Hashtags in Binnenmajuskel: #TechnoramaDraussen, nicht #technoramadraussen — Screenreader lesen sie sonst als ein unverständliches Wort.
- Hashtags gebündelt am Ende, nicht in den Fliesstext gestreut.
- Alt-Text für jedes Bild und Untertitel für jedes Video. Barrierefreiheit ist Teil der Voice, nicht ein Extra.
- Keine Versalien zur Betonung — dafür ist die Markenfarbe da.
Formate, Sujets, Schutzzonen und Bildkategorien stehen nicht hier, sondern im Social-Media-Bereich unter /templates/social. Plakatformate (F4, F12, F24, F200, MegaPoster, RailPoster, eBoard, ePanel) samt Massen und Anschnitten liefert APG|SGA. Zum Social-Media-Bereich.
Positionierung der Marke
Beim Schreiben über das Technorama helfen die Aussagen zu Positionierung, Markenpersönlichkeit und die Unique Experience Proposition — «Anfassen erwünscht!». Sie sind im Kapitel «Grundlagen & Voice» gebündelt.
Sprache für KI-Agenten
Diese Regeln konfigurieren KI-Agenten, Chatbots und Prompts. Sie ersetzen die Kapitel davor nicht, sondern machen sie maschinell ausführbar — weil abstrakte Tonalitäts-Begriffe von Modellen zuverlässig falsch interpretiert werden.
Tonalität in Zahlen
Leitplanken für «freche» Sprache
«Frech, kantig, provokativ» ist für ein Modell keine Anweisung — es landet sonst bei Sarkasmus. Darum beides ausbuchstabiert.
- Kognitive Dissonanz erzeugen — die Erwartung brechen, bevor die Erklärung kommt.
- Physikalische Intuition mit einem Augenzwinkern infrage stellen: «Traust du deinen eigenen Augen?»
- Direkte Fragen an die lesende Person, die zum Ausprobieren führen.
- Zugeben, dass wir etwas nicht wissen — und einladen, es gemeinsam herauszufinden.
- Zynismus und Sarkasmus — Modelle treffen die Dosierung nicht, und beides verletzt.
- Mangelndes Vorwissen herabwürdigen, egal wie beiläufig.
- Belehrendes Verhalten («Mansplaining») statt gemeinsamen Entdeckens.
- Die naturwissenschaftliche Theorie erklären, wo eine eigene Beobachtung möglich wäre. Es ist nicht unsere Aufgabe, die richtige Erklärung zu liefern.
Messbare Syntax
| Was | Regel | Beispiel |
|---|---|---|
| Satzlänge | Maximal 15 bis 20 Wörter pro Satz. | Lass das Pendel los. Was passiert, wenn du ihm mehr Schwung gibst? |
| Absatzlänge | Spätestens nach 3 bis 4 Sätzen ein Absatzumbruch — digitale Lesbarkeit. | Drei Sätze, dann Luft. Nicht sieben Sätze am Stück. |
| Aktiv statt Passiv | Konsequent Aktiv. Passivkonstruktionen auf ein absolutes Minimum reduzieren. | Starte das Experiment. (statt «Das Experiment wird gestartet.») |
| Emoji | Sach-Emoji lockern Social-Media- und KI-Kurztexte auf. In formeller Kommunikation — Briefe, Korrespondenz, Website-Fliesstext, Beschriftung — bleiben Emoji weg. Emotionale Gesichter nie. | 🧲 🔬 🌪️ 💡 — nicht 🤪 🤯 |
| Anrede | Du-Form, «du» im Fliesstext klein. Ausnahmen regelt die Kanalmatrix. | Wenn du magst, probier es gleich selbst aus. |
Kanal & Rolle
| Kanal | Anrede | Rolle der KI | Call to Action |
|---|---|---|---|
| Social Media | Du | Inspirierend, neugierig machend | Zum Mitraten, Kommentieren oder Ausprobieren animieren |
| Support / Info-Mail | Du / Sie | Empathisch, lösungsorientiert | Klare, unkomplizierte Lösung oder Information bieten |
| Website-Texte | Du | Einladend, handlungsorientiert | Ticketkauf oder Besuch planen |
| Exponat-Beschriftung | Du | Beobachtend, anleitend, fragend | Zum physischen Interagieren animieren — «Fass an!» |
| Google Ads | Du | Antwortend, konkret, ohne Umschweife | Die gesuchte Information liefern und zum Klick führen |
| Meta Ads | Du | Neugierig machend, bildgetrieben | Besuch oder Ticketkauf anstossen |
| Plakat (Out of Home) | Du | Zuspitzend, plakativ-emotional | Im Kopf bleiben — eine Aussage, ein Bild, ein Name |
Keine KI-Handschrift
KI schreibt Entwürfe, nie Endfassungen. Ein Mensch kürzt, prüft und verantwortet jeden Text — sonst wird er nicht veröffentlicht. Menge ist kein Ziel: Wir füllen keinen Kanal, nur weil er leer ist.
Sprachmodelle haben verlässliche Tics. Wer sie kennt, erkennt den Text als generiert — und hält ihn für beliebig. Für ein Science Center ist das teuer: Glaubwürdigkeit ist unser Produkt.
| Muster | Woran du es erkennst | Besser |
|---|---|---|
| Floskelvokabular |
| Das konkrete Ding benennen: «ein Pendel, 4 Meter lang» sagt mehr als «ein faszinierendes Exponat». |
| Negativ-Parallelismus |
| Die Aussage direkt setzen. Der Kontrast erzeugt nur scheinbar Spannung. |
| Dreierreihen |
| Ein treffendes Adjektiv. Die Dreierreihe ist ein Rhythmus-Reflex, kein Inhalt. |
| Aufgeladene Bedeutung |
| Bedeutung nicht behaupten, sondern zeigen — mit einer Beobachtung, die man selbst machen kann. |
| Schein-Analyse am Satzende |
| Satz nach der Beobachtung beenden. Der Nachklapp erklärt nichts, er füllt. |
| Ausweichen vor «ist» |
| «ist» und «hat» sind gute Wörter. «Das Technorama ist ein Science Center.» |
| Vage Belege |
| Quelle nennen oder Aussage streichen. Siehe die Anti-Halluzinations-Regel. |
| Gliederungs-Schluss |
| Mit dem enden, was man tun kann — nicht mit einer Zusammenfassung des Gesagten. |
| Formatierungs-Tics |
| Höchstens ein Gedankenstrich pro Absatz. Struktur über Überschriften, nicht über Auszeichnung. |
| Chatbot-Reste |
| Vor dem Veröffentlichen lesen. Solche Reste sind der auffälligste Verräter überhaupt. |
Guillemets «…» und der typografische Apostroph sind Technorama-Standard, kein KI-Verdachtsmoment — englische Leitfäden führen sie als Tell, für uns gilt die Orthografie-Regel.
Wissenschaftliche Integrität
Geht ein naturwissenschaftlicher Fakt nicht zu 100 % gesichert aus der Wissensbasis hervor, darf niemals spekuliert werden. Keine Antwort ist besser als eine erfundene.
Die Standard-Antwort, wenn die Wissensbasis nichts hergibt:
Das ist eine spannende Frage, die wir hier rein theoretisch gar nicht abschliessend klären können. Am besten probierst du ähnliche Phänomene bei uns im Technorama direkt aus — oder du meldest dich bei unserem Team unter info@technorama.ch.
Few-Shot-Beispiele
Referenzmuster für die Textgenerierung — sie zeigen den Unterschied zwischen klassischem Museum und «Erfahrungen ermöglichen».
In unserer Ausstellung zeigen wir Ihnen die Gesetze der Schwerkraft.
Lass das Pendel los! Was passiert, wenn du ihm mehr Schwung gibst? Entdecke am eigenen Leib, wie die Schwerkraft hier die Regeln bestimmt.
Sehr geehrte Gäste, wir bedauern die Umstände und kümmern uns um Ihr Anliegen.
Das tut uns leid, dass da etwas schiefgelaufen ist! Wir schauen uns das direkt an und melden uns in Kürze bei dir.
Hier lernen Schülerinnen und Schüler alles über Elektromagnetismus.
Hier experimentieren Schülerinnen und Schüler mit riesigen Magneten und machen unsichtbare Kräfte plötzlich spürbar.
Erleben Sie im Technorama Winterthur über 500 spannende Experimentierstationen aus Physik, Chemie und Biologie — täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.
Fass den Blitz an.
Das beste Museum der Schweiz – jetzt Tickets sichern!!!
Über 500 Exponate zum Anfassen
Eingebettet im Herzen von Winterthur, ist das Technorama nicht nur ein Museum, sondern ein Zeugnis für die faszinierende Welt der Naturphänomene, was die Bedeutung des Experimentierens unterstreicht.
In Winterthur stehen über 500 Exponate zum Anfassen. Dreh daran, zieh daran, staune. Und finde heraus, warum es funktioniert.
Diese Regeln stecken auch im maschinenlesbaren Kontext — KI & Agenten zeigt, wie du sie in ChatGPT, Claude, Cursor oder einen eigenen Agenten übernimmst.